Über sechs urige Almen wandern Sie vom Rosskopf bei Sterzing bis zum Talschluss des Pflerschtales. Erhalten Sie einzigartige Einblicke in die Geologie, Natur, Tier- und Pflanzenwelt des Alpenraums und erfreuen sich dabei an den köstlichen Produkten der Südtiroler Almen. Die Spezialität schlechthin ist hier der Graukäse, ein sehr fettarmer Sauermilchkäse, welchen die Almbauern direkt produzieren. Serviert wird er in zwei verschiedenen Varianten: mit Essig, Öl und Zwiebeln oder schlicht nur mit frischer Almbutter, welche den Geschmack einmalig untermalt.

Der Weg führt von der Bergstation Rosskopf linkerhand zu den Almen Kuhalm und Ochsenalm unterhalb des Doppelgipfels der Telfer Weissen (2588m). Von hier geht es wieder zurück und am Biotop „Kastellacke“ vorbei zu den Vallming Almen, einem bezauberndem Almendorf im ruhig gelegenen Vallmingtal. Von hier aus führt der Weg weiter nach Ladurns und bietet einen prachtvollen Ausblick auf die Weißwandspitze und den Tribulaun.
Von der Ladurnerhütte verläuft der Weg über Serpentinen durch einen kühlen Wald in Richtung Allriss-Alm und schließlich weiter zur Ochsenhütte im Pflerer Talschluss. Der Weg kann allerdings nach Belieben gewählt und verkürzt werden. Familien- und Genusswanderer verkürzen den Weg am leichtesten mit den Bergbahnen und genießen die Almzeit.

Stellt sich nur noch die Frage, woher der Name kommt? Die Gesteinswelt des Pflerschtales ist ein Eldorado für Geologen. Entlang des Weges entdeckte hier der französische Adelige und Geologe Deodat de Dolomieu im ausgehenden 18. Jahrhundert ein neues Gestein. Das kalkartige Gestein, welches allerdings nicht auf den Salzsäuretest reagierte, bezeichnete man in Folge als Dolomitgestein. Erst viele Jahrzehnte später wurde der Name des Gesteins auf das UNESCO Welt Naturerbe Dolomiten übertragen.